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Samstag, 17. oktober 2009 6 17 /10 /2009 23:53
Die 96er haben ihr Auswärtsspiel bei der Frankfurter Eintracht mit 2:1 verloren. Der Wunsch der Fans und sicherlich auch des Managements und der Spieler/Trainer, endlich mal eine Siegesserie zu starten, ging leider nicht in Erfüllung.
Stattdessen befindet man sich weiterhin auf dem elften Tabellenplatz und der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ist nur noch minimal.
Aber wenn man das Spiel oder Ausschnite gesehen hat, ist einem wohl aufgefallen, dass wir wieder Chancen hatten, diese aber nicht verwerteten. Ya Konan, Balitsch, Haggui und Stajner hatten große Chancen zur Führung, scheiterten oft aber kläglich. Was letzte Saison so gut klappte, ist jetzt das Riesenproblem: Der Minimalisten-Fußball. Unattraktiv gespielt, aber dennoch ausreichend Tore geschossen, um das Spiel für sich zu gestalten. Nach dem Motto: Eine Chance, ein Tor.
Ich mag diesen quirligen, einsatzfreudigen Ya Konan, aber was er in seinen bisherigen Spielen für Chancen versiebte, Mann o Mann, viel schlechter kriegen das nur wenige hin.

Und ich bin immer noch der Meinung, dass die Abwehr sicherer steht, als in der letzten Saison. Aber sie konnten ihre Aussetzer immer noch nicht abstellen. Beim 1:0 sehen alle 96-Verteidiger verdammt schlecht aus. Nach der von Fenin getretenen Ecke stehen ganze fünf Abwehrspieler in der Nähe vom Griechen Liberopoulos, der durch einen Kopfball Fromlowitz keine Chance ließ. Keine Chance?  Natürlich nicht, aus der kurzen Entfernung kann kein Torwart der Welt was machen. Wenn doch, dann hat jener verdammt viel Glück gehabt.
Aber...
Zu diesem Kopfball hätte es nie und nimmer kommen dürfen. Der Fünfmeterraum "gehört" dem Keeper, wie man ja sagt. Wenn der Eckball auf dem zum Tor zwei Meter entfernten Liberopoulos kommt, dann muss ein Profi-Torhüter in der Lage sein, diesen Ball wegzuboxen, wenn nicht sogar zu fangen.
Also, die Abwehr pennt, der Torwart pennt, in dieser Situation ein katastrophaler Fehler nach dem anderen.

Bei 96 hat man zudem immer das Gefühl, dass die Mannschaft viel zu früh zufrieden ist. Dass war schon unter Hecking so und hat sich unter Bergmann nicht geändert. Wenn du gegen verunsicherte Frankfurter gerade den Ausgleich erzielst, dann kann es nicht sein, dass genau diese verunsicherten Frankfurter sechs Minuten später die erneute Führung erzielen.
Zum zweiten Frankfurter Tor an sich kann man wirklich nichts sagen. Liberopoulos köpft aufs Tor, Fromlowitz pariert und Alex Meier staubt ab. Sowas passiert jedem, ist unvermeidbar.
Aber man muss, gerade nach dem Treffer zum 1:1, nach diesem Aufschwung, weiterhin Druck machen und darf den Gegner nicht zum Zuge kommen lassen. Klar, ist alles leichter gesagt, als getan.

Tja, wo geht es nun hin mit 96? Die Abstiegsplätze rücken immer näher.
Wie schon in einem Artikel beschrieben, kann man das bei 96 nie so genau vorhersagen.
Oder wie Stefan Raab sagen würde: "Man weiß es nicht."
von Spogger - veröffentlicht in: Hannover 96
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