Samstag, 10. oktober 2009
6
10
/10
/2009
20:37
Während die deutsche U20-Mannschaft gegen Brasilien mit 1:2 nach Verlängerung unterlag, konnte die A-Mannschaft einen Erfolg verzeichnen.
In der 35. Minute gelang Miro Klose der Siegtreffer zum 1:0, den er anschließend mit seinem "Klose-Salto" feierte.
Somit liegt Deutschland mit 25 Punkten uneinholbar vor den Russen, die 21 Punkte auf ihrem Konto haben.
Das Spiel war aber alles andere als meisterlich: Deutschland mauerte seit dem 1:0-Treffer und Russland war nicht in der Lage, aus den unzähligen Chancen, Tore zu erzielen. Letztendlich war man aus
deutscher Sicht hochzufrieden mit diesem Zittersieg.
Zudem musste man die letzten 20 Minuten in Unterzahl gegen die immer mehr Druck machenden Russen überstehen.
Was war also positiv, was nicht?
Positiv war auf jeden Fall die Entschlossenheit und Kompaktheit der ganzen Mannschaft, die clever auf Konter lauerte. Durch den agilen Özil konnte man im Angriff immer
wieder Nadelstiche setzen und auch das einzige Tor des Tages leitete dieser zusammen mit Podolski wunderbar ein. Durch drei, vier schnelle, direkte Pässe hebelte man die russische
Hintermannschaft aus und Klose war derjenige, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.
Abgesichert wurde die Offensive durch die beiden 6er Rolfes und Ballack. Gerade Letzterer verstand es immer wieder, Ruhe ins Spiel zu bringen und dirigierte sowohl die Abwehr als auch die Offensive
sehr gut. Ein echter Kapitän!
Dass man das Spiel ohne Gegentor bestanden hat, war auch ein Verdienst Adlers. Durch mehrere gute Paraden vereitelte er desöfteren den Rückstand bzw. Ausgleich.
Dass Béla Réthy Adler wieder in den Himmel lobte war ja zu erwarten, aber mal wieder völlig fehl am Platze. Wie schon erwähnt, machte der Leverkusener eine gute Partie, hatte aber das Glück,
dass die Russen den Ball häufig blind aufs Tor schossen, anstatt ihn einfach mal in die Ecke zu schieben.
Es wird langsam Zeit, dass Béla Réthy vom ZDF abgesetzt wird. Ist ja oft nicht mehr zu ertragen, was er für einen Unsinn redet. Und das nicht bloß im Zusammenhang mit Adler...
Was auf jeden Fall verbesserungsfähig ist, ist das Verhalten der Viererkette. Oftmals ließ sich diese durch Bauerntricks austanzen, wurde überlaufen oder schlug "Kerzen". Besonders der
Debütant Boateng machte wiederholt einen übermotivierten, unsicheren Eindruck und sah durch zwei dumme Fouls völlig zurecht die gelbe (42.) und gelb-rote Karte (69.).
Arne Friedrich, der direkt im Anschluss an diesem Platzverweis für Özil ins Spiel kam, macht seine Sache nicht besser. Nachdem er seinen russischen Gegenspieler im Strafraum gelegt hat,
war das Glück bei ihm: Schiedsrichter Massimo Busacca entschied fälschlicherweise nicht auf Elfmeter und ließ weiterspielen.
Fazit:
Das Glück lag heute definitiv bei der deutschen Nationalmannschaft, die von der Unkonzentriertheit der Russen profitierten und die Führung somit über die Zeit retteten.
Neueste Kommentare